Der Fall Lilly!


Diese Sache mit dem großen Herzen🙈💕😏


Also kleine Sache vorweg:

Ich bin kein Freund davon alles ohne Sinn und Verstand retten zu wollen. Auch nicht jedes Pferd muss oder sollte vor einer Schlachtung gerettet werden. Und leider verdienen sich andere an  Leuten mit goldenem Herzen auch gerne eine goldene Nase. 


So nun zu Lilly (so wird sie zumindest genannt, da eigentlich Namenslos):


Sooooo da ist sie nun.

Lilly ist ein 6 jÀhriges Sportpferd, welches 2 jÀhrig einen Koppelunfall hatte. Seit dem hat sie eine starke Schweifschiefhaltung die sich durch den ganzen Körper zog.

Damals wurde zwar nach Defekten in der Klinik gesucht, allerdings  nichts tierÀrztlich behandelbares bzw auch keine Ursache gefunden.

Also wurde die Maus weg gestellt und man wartete das es sich von alleine gÀbe. Was es aber nicht tat.

Als ich Lilly das Erste Mal kennenlernen durfte, stand sie vor Schmerzen zitternd in der Box. Sie kippt fast bzw tatsÀchlich um beim Fressen in der Box. Zum Hufe hinten machen, wurde sie in Vollnarkose gelegt. 

Ich wurde vom Pfleger um meine EinschÀtzung gebeten.

Meine EinschÀtzung war klar und deutlich. Ich sagte entweder man tut was und das jetzt oder man erlöst sie, durch warten wird es nicht besser.

Dies teilte ich auch der ZĂŒchterin und Besitzerin mit, diese entschied sich es zu versuchen.

Ich versprach aber gleichzeitig Bescheid zu geben wenn keine Besserung sichtbar wird um sie dann zu erlösen. Was auch in meinem Sinne wÀre, Leid nicht lÀnger herauszuzögern. 

Seit Juni fuhr ich 1x im Monat hin und behandelte die SĂŒĂŸe. Ab Juli wurde mir eine "gute Fee" zur Seite gestellt, die in der Zwischenzeit das Training ĂŒbernahm, da Lilly eigentlich ein Rehapferd ist, wo eine Behandlung im Monat ohne Training niemals ausgereicht hĂ€tte.

Lilly reagierte super auf die Behandlung. Das Zittern hörte zum grĂ¶ĂŸten Teil auf, das Bein hinten lĂ€sst sich schon kurz anheben und auskratzen, die Rotation im Hinterbein wurde schon deutlich weniger. Sie fĂ€ngt an aufzumuskeln und man sieht ihr an, dass sie mit ihrem Leben langsam zufriedener wird.

Im Dezember kam nun ein Tritt und eine Einblutung dazu (davon hatte ich berichtet) die wir angefangen haben mit Bemer und Blutegel zu behandeln.

Nun ist die Besitzerin selbst krank und musste ihren Stall verkaufen.

Lilly sollte nun zum Schlachter, da sie so nicht verkaufbar wÀre.

Die "Gute Fee" die sie gern genommen hĂ€tte, war es leider nicht möglich sie zu ĂŒbernehmen.

So landete sie dann bei mirđŸ€·â€â™€ïž.

Ich entschied sie zu nehmen, da ich erstens schon viel Arbeit rein gesteckt habe bzw gute Chancen sehe sogar ein Reitpferd noch aus ihr zu machen 😉

Es wird trotzdem ein hartes StĂŒck Arbeit fĂŒr uns werden und viel Zeit, Arbeit und Geld benötigen.


Wenn ihr wollt möchte ich gerne als "Rehapferd" weiter von ihrem Werdegang berichten 😉

Sooo mal wieder ein Update zu Lilly 😉


Lilly geht es richtig gut bei uns. Sie fĂŒhlt sich schon richtig wohl 😊 

Dadurch das ich meine Band sehr gut kenne ist sie ohne Probleme und Stress gut in dir Herde aufgenommen worden. 

Seid Dienstag bekommt sie neben einem magenschonendem Futter noch tgl Equipur Tryptomac. Tryptomac ist mit Tryptophan versetzt und ist eine natĂŒrliche AminosĂ€ure. Diese wird im Körper in Serotonin umgewandelt, welches sich bekanntermaßen gut auf den GemĂŒtszustand auswirkt 😉.

Dieses schlÀgt auch schon super an. Sie lÀsst langsam mit sich reden, zuckt nicht stÀndig zusammen wenn man sie anfassen möchte und sieht allgemein schon aus als kÀme sie langsam mit sich ins Reine.

Das Bein entwickelt sich super. Die Einblutung war durch die vermehrte Bewegung Dienstag schon fast weg 😁.

Seid gestern gibt es noch Borax C30 (Bitte nicht einfach ohne Absprache mit jemanden der davon Ahnung hat nachmachen! Vorallem wegen Indikation und Dosis)

Das soll zusĂ€tzlich ihre Psyche stabilisieren und die ZitteranfĂ€llen bekĂ€mpfen 😉

Ich berichte weiter.